Der JAHRGANG 2018 IN UNSEREN REBBERGEN – IN DER WAADT, IN GENF UND IM WALLIS

Es besteht kein Zweifel: Der Jahrgang 2018 wird in die Annalen eingehen, wegen seiner sehr günstigen klimatischen Bedingungen und wegen der absolut aussergewöhnlichen Qualität der gelesenen Trauben.

Wie schon 2017 präsentierte sich auch das Jahr 2018 ausgesprochen sonnig und mit nur wenig Niederschlägen, die Sommermonate waren brütend heiss, der darauffolgende Herbst wartete ebenfalls mit viel Sonne auf. Die Weinlese fand entsprechend früh statt: Sie begann anfangs September mit den Trauben für die Schaumweine und Mitte September mit denjenigen für die klassischen Weine, also im Vergleich zum zehnjährigen Mittel mit rund zwei Wochen Vorsprung.

Mehr als dreissig weisse und rote Rebsorten konnten wir auf einem wahren Mosaik verschiedener Terroirs ernten, verteilt zwischen Lac Léman und Rhone. Die in perfektem Gesundheitszustand gelesenen Trauben wiesen einen hohen Zuckergehalt auf, aber auch eine schöne Säure sowie eine exzellente phenolische Reife (das ist die Reife der Häute und der Tannine, was die Extraktion der Farbstoffe begünstigt und dem Wein eine gute Struktur verleiht). Die Trauben waren sehr konzentriert und besassen wegen der massvollen Erträge und des anhaltenden Wassermangels während der ganzen Vegetationsperiode einen hohen Anteil von Trockenextrakt.

Der natürliche Zuckergehalt erreichte Rekordwerte, vergleichbar mit derart legendären Jahrgängen wie 1925, 1945, 1947, 2015 oder 2017, die ebenfalls sehr heiss und trocken gewesen waren.

Die gelesenen Mengen waren überall im sogenannten «Bassin lémanique», also rund um den Genfersee, gut, sprich sie lagen ein bisschen höher als 2017; damals waren gewisse Weinregionen, vor allem in Genf, im Rhonesektor des Waadtländer Chablais und ganz besonders im Wallis, vom Frost betroffen gewesen.

Das Jahr 2018 brachte Chasselasweine von allerhöchster Qualität hervor, mit schöner Ausdruckskraft, frischen Fruchtnoten und floralen Akzenten, unterstützt von einer sehr saftigen Säure. Die Mineralität der verschiedenen Terroirs der Regionen La Côte, Lavaux und Chablais wird vom Jahrgang 2018 besonders gut hervorgehoben. Es sind Weine, die bewundernswert gut altern werden.

Pinot Noir und Gamay, bei optimaler Reife gelesen, gehören zu den Stars des Jahrgangs. Im Moment ist der biologische Säureabbau in vollem Gang. Die Weine sind reichhaltig und samtig weich. Ihre Robe zeigt ein intensives, leicht ins Violett spielendes Rubin. Die Bouquets präsentieren sich sehr typisch und fruchtig, mit feinen, würzigen Nuancen. Im Gaumen sind die Weine konzentriert, komplex und typisch für ihre Terroirs, geprägt von roten und schwarzen Beerenaromen und getragen von seidigen Tanninen.
Die Federweissen und die Roséweine, direkt abgepresst oder aus dem Vorlauf («saignée») von Gamay, Pinot Noir, Merlot, Gamaret, Garanoir oder Galotta produziert, sind auch in diesem Jahrgang wiederum höchst verführerisch und fruchtig. Echte Weine des Vergnügens also, die bei Tisch alle begeistern werden.
Die roten Spezialitäten (Merlot, Malbec, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Syrah, Humagne, Cornalin, Marselan, Gamaret, Garanoir, Galotta, Divico, Nerolo etc.) sowie die weissen Spezialitäten (Chardonnay, Pinot Gris, Pinot Blanc, Sauvignon, Viognier, Altesse, Petite Arvine, Marsanne, Roussanne, Savagnin…) haben dank begrenzten Erträgen (im Schnitt 40 hl/ha) grosszügige und ausgewogene Weine ergeben. Sie besitzen ein schönes aromatisches Gerüst, widerspiegeln ihre Terroirs mit wunderbarem Ausdruck und beeindrucken mit ihrer Kraft, die für ein grosses Alterungspotential garantiert.
Unsere Premiers Grands Crus aus den Domänen Clos du Châtelard, Clos de la George, L’Ovaille, Domaine de Crochet und der Domaine de Fischer, gekeltert aus Trauben von alten Rebstöcken, präsentieren sich bereits jetzt ganz besonders vielversprechend; sie werden auch die anspruchsvollsten Weinliebhaber begeistern.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die schöne Produktion von Schaumweinen, die für die Vinifikation unserer Grandes Cuvées de Blanc Brut und Rosé bestimmt sind; sie haben in den letzten Jahren zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Erwähnen möchten wir zudem, dass sich der biodynamisch kultivierte Anteil an unserer Rebfläche mittlerweile auf fast 25 Hektar erhöht hat, verteilt auf die Kantone Waadt und Wallis. Diese Umstellung auf Biodynamik steht ganz im Zeichen unserer Bestrebungen, einen immer noch umweltschonenderen Weinbau zu betreiben.

 

 


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